Atmungstechnik beim Schlagen: Mehr Energie durch Sauerstoff

Warum Atmung oft vernachlässigt wird

Auf dem Platz hört man das Klatschen von Bällen, das Stöhnen von Muskeln – selten das bewusste Einatmen. Viele Spielerinnen denken, Atmen sei automatisch, ein Nebeneffekt, den man nicht steuern kann. Dabei ist die Lunge das wahre Kraftwerk, das den Unterschied zwischen einem harten Topspin und einem schlappen Schlag ausmacht. Wer das Atemmuster ignoriert, verliert unbemerkte Reserven, lässt die Herzfrequenz flach und das Blut zu träge fließen.

Die richtigen Atemzüge beim Vorhand

Hier ist der Trick: Ein kurzer, explosiver Ausatem genau im Moment des Treffens. Stell dir vor, du pustest den Ball aus – das erzeugt Druck, der direkt in den Arm fließt. Der Einatem erfolgt gleich vorher, tief und gleichmäßig, sodass die Brust sich wie ein Ballon hebt, bereit, die Luft herauszupressen. So wird jede Muskelkontraktion unterstützt, jeder Schwung bekommt zusätzlichen Schub. Kurz gesagt: Einatmen, Ziel setzen, Ausatmen, Treffer.

Backhand: Atemrhythmus für Power

Die linke Seite ist tückisch – viele Spielerinnen verwechseln Timing und lassen den Atem hängen. Beim einhändigen Slice oder bei einem aggressiven Topspin‑Backhand muss das Einatmen bereits im Vorwärtszug beginnen, das Zwerchfell senken, um Stabilität zu gewinnen. Im Aufschlag des Schlages folgt dann ein kräftiges Stoßen der Luft nach außen, fast wie ein kurzer Atemstoß, der die Schulter und den Unterarm synchronisiert. Das Ergebnis? Ein schnelleres Wiederherstellen der Kraft, ein spürbares „Push“ im Ball, das das Gegenüber erschüttert.

Praktische Übung im Training

Setz dich eine Woche lang jeden Ballwechsel mit einer Atemmarke. Zähle laut „eins, ein‑aus“ – „eins“ beim Einatmen, „aus“ beim Schlag. Führe das zunächst langsam aus, dann steigere das Tempo. Nach zehn Minuten merkst du, dass die Bewegungen flüssiger werden, die Erschöpfung später einsetzt. Für zusätzliche Motivation kannst du dir das Video von tennisdamen.com anschauen, das detaillierte Atemübungen zeigt, die du leicht in deine Praxis einbauen kannst.

Ein letzter Hinweis

Gib deinem Atem keine Sekunde mehr frei – mach ihn zum Verbündeten, nicht zum Beobachter.